Schleißheimer Str. 118
80797 München
Tel: 089 12 78 98 30
info@web-tourismus.de
Impressum Kontakt Datenschutz AGBs Drucken Deutsch English
Newsletter-Anmeldung:
* Benötigte Eingaben
Frau Herr
 © 2010 ULYSSES
STUDIE: LAST-MINUTE-REISEN 2009

Last-Minute unter Preisdruck
Ausgaben für den Spontantrip sinken überproportional

Studie: Last-Minute-Reisen 2009 Die ersten Ergebnisse der Studie zum Last-Minute-Reisemarkt 2009 sind da. 14,8 Mio. Deutsche verreisten 2009 last-minute und gaben dafür rund 10,0 Mrd. Euro aus. Das sind die Kernergebnisse der repräsentativen Umfrage  die das Marktforschungsinstitut Ulysses - Web-Tourismus jährlich ermittelt. Dazu wurden im Januar 2010 1.135 Personen befragt, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren stehen. Im Fokus der Untersuchung stand dabei wieder das Last-Minute-Reiseverhalten der Deutschen.

Zwar sank 2009 die Zahl der durchgeführten Last-Minute-Reisen gegenüber dem extrem starken Vorjahr um rund 50%, stellt aber nach wie vor einen der höchsten Werte der letzten Jahre dar. Auf die Spontanreise, die ihrer Natur nach noch immer eher als Zusatzreise gesehen wird, wurde vor allem krisenbedingt verzichtet. Auch die deutlich gesunkenen Reiseausgaben spiegeln diesen Verzichtsaspekt wider. Das ist für die Experten wie für die Reiseindustrie ein gleichermaßen überraschendes Ergebnis und stärkt die Bedeutung der Haupturlaubsreise, die eher langfristiger geplant und organisiert wird. Mehr noch: es bedeutet, daß die Last-Minute-Reise, die häufig als Zusatzreise gebucht wird, sehr zum Ärgernis der Reiseindustrie vor allem von finanziellen Gründen abhängig ist, und somit letztendlich doch wieder nur der Preis das entscheidende Merkmal einer Last-Minute-Reise darstellt. Auch wenn die Zahl an Last-Minute-Reisen deutlich gesunken ist, so sind die allgemeinen Rahmenbedingungen für den Spontantrip weiterhin als sehr positiv zu betrachten. Denn trotz Krise sind immer noch fast 21 Mio. Kurzfristreisen gebucht worden, und das läßt deutlich mehr erwarten, sobald die Krise für die meisten als überwunden wahrgenommen wird. In Zeiten wirtschaftlicher Schwankungen legen die Deutschen also eher Wert auf Solidität, Sicherheit und eine langfristige Planung. Daß die Last-Minute-Reisen besonders von der finanziellen Situation der Nachfrager abhängig waren, zeigt sich auch in den getätigten Ausgaben.
Auch 2009 bleibt Spanien mit großem Abstand das Last-Minute-Ziel Nummer eins der Deutschen, gefolgt von der Türkei, die ihre Marktanteile fast verdoppeln konnte. Deutschland bleibt nahezu konstant auf dem dritten Platz, wohingegen Österreich überraschenderweise Marktanteile einbüßte. Ganz allgemein betrachtet waren 2009 die großen Gewinner die Länder des Mittelmeerraums, wo sich vor allem typisch günstige Pauschalreise-Länder wie die Türkei, Ägypten und Tunesien positionierten. Hier konnten die Billigflieger punkten, die diese Regionen bevorzugt anfliegen und die ihren Markanteil gegenüber 2008 um fast 10%-Punkte steigerten.

Das Internet wird für den Vertrieb der Last-Minute-Reisen immer wichtiger. 2009 buchten 45,7 Prozent der Deutschen fast 10 Mio. Kurzfrist-Reisen online. Das Reisebüro als Buchungsort verteidigt seinen zweiten Platz, verliert aber auch 2009 wichtige Kunden an das Internet. Im Jahr 2009 wurden 49% aller Last-Minute-Reisen, die 2 bis 3 Tage vor Reiseantritt gebucht wurden, über das Internet organisiert, und nur knapp 25% via Reisebüro. In der geschlechtsspezifischen Betrachtung zeigt sich 2009 wie auch im Vorjahr, daß wieder deutlich mehr Männer online gebucht haben als Frauen. Dies liegt daran, daß Männer sich weitaus kurzfristiger für eine Reise entscheiden. 11,4% von ihnen gaben sogar an, einfach spontan loszureisen und zu schauen was passiere.
Durchschnittlich gaben die Deutschen knapp fast 480 Euro für ihren Last-Minute-Urlaub aus, das sind fast 80 Euro weniger als 2008. Vor allem die Spontanreisen im mittleren und oberen Preisbereich wurden deutlich weniger gebucht, während in den unteren Preissegmenten verstärkt nachgefragt wurde. Dieser Umstand ist dafür verantwortlich, daß der durchschnittliche Reisepreis signifikant sank. Doch zeigen sich vor allem bei den Reiseausgaben klare Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Differenzen.

Durchgeführte Last-Minute-Reisen 2009 (Männer/Frauen)

Die LM-Reise-Häufigkeit betrug im Jahr 2009 somit 1,41. Das bedeutet, daß 2009 im Durchschnitt jeder Last-Minute-Reisende 1,41 Last-Minute-Reisen machte. Die Last-Minute-Reise-Intensität betrug 22,6%, d.h., daß 22,6% der Deutschen ab 14 Jahren 2009 eine Last-Minute-Reise durchgeführt haben.

ausführlicher in den laufenden Newslettern
zur Studie „Last-Minute-Reisen 2009“
zum Artikel „Last-Minute-Reisen 2008“

Frage des Monats

Frage des MonatsFür wie wichtig halten Sie Social Media Elemente (Facebook, Twitter, Blogs, Mister Wong etc...) für die zukünftige Online-Vermarktung touristischer Produkte?
  elementar wichtig
(ohne diese kein Online-Geschäft mehr)
  wichtig
  unwichtig
  langfristig bedeutungslos
(eine überbewertete Modeerscheinung)
Gewußt wie im August...
Tourismus-Fakten (neu 25.05.)
  • Was denken Sie über die Down-Grading-Entscheidung der Premium-Fluglinien?
  • Marktvolumen im Kurzreisesektor 2009...
  • Letzte Online-Buchung im Jahre 2009...
  • Besuch von Freizeitparks im Jahr 2009...
  • Welche Eigenschaften sollte eine Traumdestination Ihrer Meinung haben?
<mehr>
Tip des Monats
Freizeit- und tourismusspezifisches Konsumverhalten
Bei touristischen Objekten handelt es sich stets um Dienstleistungen, bei freizeitwirtschaftlichen hingegen, je nach Art des Objekts, um Produkte oder um Dienstleistungen. <mehr>
Diskutieren Sie im Forum



-------
Impressum Kontakt Datenschutz AGBs Drucken Deutsch english