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Die ersten Ergebnisse der Studie zum Last-Minute-Reisemarkt 2009 sind da.
14,8 Mio. Deutsche verreisten 2009 last-minute und gaben dafür rund 10,0 Mrd.
Euro aus. Das sind die Kernergebnisse der repräsentativen Umfrage die das Marktforschungsinstitut Ulysses - Web-Tourismus jährlich ermittelt. Dazu wurden
im Januar 2010 1.135 Personen befragt, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren stehen. Im Fokus der Untersuchung stand dabei wieder das Last-Minute-Reiseverhalten der Deutschen.
Zwar sank 2009 die Zahl der durchgeführten Last-Minute-Reisen
gegenüber dem extrem starken Vorjahr um rund 50%, stellt aber nach wie vor einen
der höchsten Werte der letzten Jahre dar. Auf die Spontanreise, die ihrer Natur
nach noch immer eher als Zusatzreise gesehen wird, wurde vor allem krisenbedingt
verzichtet. Auch die deutlich gesunkenen Reiseausgaben spiegeln diesen
Verzichtsaspekt wider. Das ist für die Experten wie für die Reiseindustrie ein
gleichermaßen überraschendes Ergebnis und stärkt die Bedeutung der
Haupturlaubsreise, die eher langfristiger geplant und organisiert wird. Mehr
noch: es bedeutet, daß die Last-Minute-Reise, die häufig als Zusatzreise gebucht
wird, sehr zum Ärgernis der Reiseindustrie vor allem von finanziellen Gründen
abhängig ist, und somit letztendlich doch wieder nur der Preis das entscheidende
Merkmal einer Last-Minute-Reise darstellt. Auch wenn die Zahl an
Last-Minute-Reisen deutlich gesunken ist, so sind die allgemeinen
Rahmenbedingungen für den Spontantrip weiterhin als sehr positiv zu betrachten.
Denn trotz Krise sind immer noch fast 21 Mio. Kurzfristreisen gebucht worden,
und das läßt deutlich mehr erwarten, sobald die Krise für die meisten als
überwunden wahrgenommen wird. In Zeiten wirtschaftlicher Schwankungen legen die
Deutschen also eher Wert auf Solidität, Sicherheit und eine langfristige
Planung. Daß die Last-Minute-Reisen besonders von der finanziellen Situation der
Nachfrager abhängig waren, zeigt sich auch in den getätigten Ausgaben.
Auch 2009 bleibt Spanien mit großem Abstand das Last-Minute-Ziel Nummer eins der
Deutschen, gefolgt von der Türkei, die ihre Marktanteile fast verdoppeln konnte.
Deutschland bleibt nahezu konstant auf dem dritten Platz, wohingegen Österreich
überraschenderweise Marktanteile einbüßte. Ganz allgemein betrachtet waren 2009
die großen Gewinner die Länder des Mittelmeerraums, wo sich vor allem typisch
günstige Pauschalreise-Länder wie die Türkei, Ägypten und Tunesien
positionierten. Hier konnten die Billigflieger punkten, die diese Regionen
bevorzugt anfliegen und die ihren Markanteil gegenüber 2008 um fast 10%-Punkte
steigerten.
Das Internet wird für den Vertrieb der Last-Minute-Reisen immer
wichtiger. 2009 buchten 45,7 Prozent der Deutschen fast 10 Mio. Kurzfrist-Reisen
online. Das Reisebüro als Buchungsort verteidigt seinen zweiten Platz, verliert
aber auch 2009 wichtige Kunden an das Internet. Im Jahr 2009 wurden 49% aller
Last-Minute-Reisen, die 2 bis 3 Tage vor Reiseantritt gebucht wurden, über das
Internet organisiert, und nur knapp 25% via Reisebüro. In der
geschlechtsspezifischen Betrachtung zeigt sich 2009 wie auch im Vorjahr, daß
wieder deutlich mehr Männer online gebucht haben als Frauen. Dies liegt daran,
daß Männer sich weitaus kurzfristiger für eine Reise entscheiden. 11,4% von
ihnen gaben sogar an, einfach spontan loszureisen und zu schauen was passiere.
Durchschnittlich gaben die Deutschen knapp fast 480 Euro für ihren
Last-Minute-Urlaub aus, das sind fast 80 Euro weniger als 2008. Vor allem die
Spontanreisen im mittleren und oberen Preisbereich wurden deutlich weniger
gebucht, während in den unteren Preissegmenten verstärkt nachgefragt wurde.
Dieser Umstand ist dafür verantwortlich, daß der durchschnittliche Reisepreis
signifikant sank. Doch zeigen sich vor
allem bei den Reiseausgaben klare Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern.
Auch zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Differenzen.

Die LM-Reise-Häufigkeit betrug im Jahr 2009 somit 1,41. Das bedeutet, daß
2009 im Durchschnitt jeder Last-Minute-Reisende 1,41 Last-Minute-Reisen machte.
Die Last-Minute-Reise-Intensität betrug 22,6%, d.h., daß 22,6% der Deutschen
ab 14 Jahren 2009 eine Last-Minute-Reise durchgeführt haben.
ausführlicher in den
laufenden Newslettern
zur Studie „Last-Minute-Reisen
2009“
zum Artikel „Last-Minute-Reisen
2008“
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